Roquefort und Millaut

Hirten und Schafe, Milch und Salz, Höhlen voller Regale mit runden Laiben. Vieles haben wir mit dem berühmten Schimmelkäse aus Roquefort in Verbindung gebracht. Daß aber die Käseproduzenten eigene Bäckereien haben, die tonnenweise Roggenbrot backen, ist uns völlig neu. Und was machen die Käsemenschen dann mit dem Brot? Sie lassen es verschimmeln. Dieser Schimmel ist das „Penicillium roqueforti“, das pulverisiert dem Käse injiziert wird. Aha…

Wir lernen, soweit es unsere Französischkenntnisse zulassen, noch eine ganze Menge bei unserem Besuch des Roquefort-Herstellers „Papillon“, der, wie alle Produzenten, kostenlose Führungen durch seine Höhlen mit nachfolgender Verkostung anbietet (unsere Wahl war rein zufällig). Ob die anderen zu Beginn der Besichtigung auch historische Filmchen in Ihren „Caves“ zeigen, wissen wir natürlich nicht.

Höhlenkino

Es geht nach der Filmvorführung noch einige Meter weiter unter die Erde durch die alten Lagerstätten der Käserollen, heute nur noch angedeutet durch Styropordummies.

Höhlenlager

Wieder am Tageslicht, kauen wir uns durch das Angebot des Herstellers, wechseln aber, bevor wir zum obligatorischen Einkauf schreiten, nochmal die Straßenseite, um bei der Konkurrenz zu naschen. Auch nicht unlecker, wir sind uns aber einig, daß wir eher auf Schmetterlinge stehen.

Beute

Am frühen Nachmittag verlassen wir dann das Käsedorf. Auf dem Weg zu unserem morgigen Ziel, will ich unbedingt noch eine ganz andere Sehenswürdigkeit dieser Region bestaunen, die nur wenige Kilometer nördlich liegt, bzw. steht und hängt: das höchste Bauwerk Frankreichs.

Viaduc de Millau: 343 Meter hoher Pfeiler…
…der längsten Schrägseilbrücke der Welt

Das Département Aveyron haben wir nur im Südosten gestreift, bleiben am westlichen Rand der Cevennen und fahren ins Département Lozère, wo wir morgen auf ein ganz besonderes Erlebnis hoffen: Wölfe zu sehen.

Nun suchen wir erstmal, nach einer guten Stunde Fahrt, eine Stelle zum Übernachten und finden sie in La Canourgue, einem mittelalterlichen Dorf, wenige Fahrminuten vom „Tierpark“ mit Canis lupus entfernt. Einen Rundgang durch den Ort gönnen wir uns noch.

Altes schiefes Haus…
…und schiefer Turm…
…in La Canourgue

Schlafplatz: Kostenloser Wohnmobil-Stellplatz in La Canourge. Man steht ruhig und relativ gerade, wahlweise auf Schotter oder Wiese. V+E vorhanden.

Ruhiger Schlafplatz

2 Gedanken zu „Roquefort und Millaut“

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