Wieder in Portugal, …

… immer noch im Regen. Unsere erste Station wird Barcelos, ein Städtchen auf halbem Wege zwischen Braga und dem Atlantik. Warum? Weil es dort den größten Markt Portugals gibt und dieser für die Hälfte der Dreiachserbesatzung ein lohnenswertes Ziel ist.

Im Norden Portugals: Barcelos

Wir haben Glück, der Regen macht für unseren Nachmittagsspaziergang durch das Städtchen eine Pause. Ein netter Ort, in dem wir überall dem „Galo de Barcelos“ begegnen, dem bunten Hahn, Portugals Wahrzeichen, das von hier stammt.

Gelber Hahn im Park
Klassisch schwarz-buntes Exemplar in unserem Auto

Aber nicht nur das bekannte Federvieh, auch andere Gestalten finden sich in den Straßen der Stadt, die auch als Hochburg des portugiesischen Kunsthandwerks gilt.

Stadtmusikanten
Hähne im Korb

Doch natürlich gibt es auch noch ein paar alte Steine zu besichtigen, unter anderem die Ruinen eines mittelalterlichen Palastes mit allerhand klerikalem Beiwerk.

Im ehemaligen Palast des Herzogs von Bragança

Die Nacht vor dem Markttag verbringen wir mit anderen Konsumwilligen auf einem öden Parkplatz hinter dem städtischen Schwimmbad.

Abstellplatz für Reisemobile

Der Besuch des tatsächlich beeindruckend großen Marktes wird leider nicht zum Vergnügen. Das Wetter macht Händlern und Besuchern einen Strich durch die Rechnung.

Über den Dauerregen kann das …
… reichhaltige Angebot nicht hinwegtrösten.

Das Wetter mies, ein Stellplatz, der nicht zum Bleiben einlädt – wenig Gründe, am frühen Nachmittag nicht noch ein paar Kilometer weiter nach Osten zu reisen. Uns lockt Guimarães, die „Geburtsstadt“ Portugals.

Es fällt mir schwer, mich erneut an sie zu gewöhnen: die portugiesischen Straßen. Voll, kaputt, schmal. Viel Verkehr, Schlaglöcher, tiefergelegte Gullis und Fußgänger, die mangels Bürgersteig, am Straßenrand ihren lebensgefährlich Weg suchen. Sightseeing während der Fahrt ist passé, die gesamte Aufmerksamkeit des Fahrers muß allein dem Straßenbelag und denen, die sich darauf bewegen, gelten.

Auch unsere Fahrzeiten müssen wir wieder anders als im sonstigen Westeuropa kalkulieren. Mehr als 30 Kilometer sind pro Stunde – ohne Pausen (!) – kaum zu schaffen. So erreichen wir die Wiege der portugiesischen Nation nach gut anderthalb Stunden Fahrt. Und eins ist uns bei Ankunft sofort klar: nicht nur das Wetter betreffend, sondern auch unseren Schlafplatz, sind wir wortwörtlich vom Regen in die Traufe gekommen. Immerhin übernachten wir erstmals unter einer Seilbahn…

Türen, Fenster, Augen zu und durch…

Auch am nächsten Tag liegt ein nasser Grauschleier über der Stadt. In Regenjacke unterm Regenschirm verbringen wir einige Stunden in Guimarães. Auf einem Rest der enormen Stadtmauer begrüßt uns der Spruch:

Hier ist Portugal geboren

Die Stadt ist sehenswert. Sehr schade, daß wir sie nicht bei besserem Wetter genießen können.

Venerável-Ordem-de-São-Francisco
Praça de São Tiago
Largo da Oliveira
Castelo de Guimarães
Paço dos Duques de Bragança

Abermals vermeiden wir wegen Schiet-Wetter und Schlafplatz eine weitere Nacht in einer portugiesischen Stadt. Die Küste ist keine zwei Stunden entfernt und dort soll es trocken und wärmer sein. Wir nähern uns also schon mal unserem nächsten Reiseziel: Porto.

Schlafplatz: Parkplatz hinterm Deich an der Praia de Árvore bei Vila do Conde. Nicht wirklich gemütlich und kein Meerblick – aber ein bißchen blauer Himmel und Meeresrauschen statt Regenprasseln.

Praia de Árvore

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