Douilhac-sous-Peyrepertuse

Wir verlassen Casteil und bewegen uns gute 80 Kilometer in nördlicher Richtung über kleine Straßen durch die Weinbauregion Côtes-du-Roussillon-Village. Da wir, wie so oft, viele Pausen einlegen (ohne Weinprobe!), benötigen wir für die Strecke fast drei Stunden. Auch bei bedecktem Himmel und ab und zu etwas Regen wieder eine schöne Etappe, ununterbrochen begleitet vom lauten Konzert der Zikaden.

Reben und Berge: Côtes-du-Roussillon-Village

Pause am Château de Padern

Nach vielen Kurven nähern wir uns unserem Ziel, dem Château de Peyrepertuse, der Ruine der größten Festung der Katharer. Die Lage dieser Burg ist spektakulär, wir können bei der Anfahrt lange Zeit kaum erkennen, ob es sich um Berggrat oder Bauwerk handelt.

Berg oder Burg? Beides.

Am Rand des winzigen alten Dorfes unterhalb des Château stellen wir uns auf einem Parkplatz ab. Wir unterliegen der Fehlinformation, daß Fahrzeuge mit mehr als sechs Metern Länge nicht weiter den Berg hinauffahren dürfen, sind aber zufrieden, diesen, auf den ersten Blick, ruhigen Platz gefunden zu haben, auf dem wir die nächsten zwei Nächte verbringen wollen.

Rundgang durch das 100 Einwohner zählende Douilhac-sous-Peyrepertuse. Nett mit Ausblick. Dem Aufbau einer Bühne auf dem zentralen Dorfplatz schenken wir wenig Beachtung…

Kirche von Douilhac-sous-Peyrepertuse
Aussicht vom Kirchplatz nach Osten

Nach unserem Spaziergang füllt sich zu unserer Überraschung der Parkplatz, den wir uns bisher mit drei anderen Reisemobilen teilten, mit PKW und Bussen. Sehr viele Menschen, die sehr viel Alkohol trinken und aus deren Autos sehr laute Musik schallt (meist Reggae – zum Glück!), bevölkern bald den Platz. Nichts gegen all das, tun wir ja auch gerne. Aber uns schwant, daß sich die erwartet ruhige Nacht nicht einstellen wird und wir wissen nun, daß die Bühne im Dorf nicht für den örtlichen Kinderchor errichtet wurde.

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