Ja mach‘ nur einen Plan…

Schon wieder eine erzwungene Planänderung. Unsere Wasserpumpe gibt keinen Mucks von sich. Waschbecken, Spüle, Toilette, Dusche – trocken. Nix geht. Manchmal, so wie heute, am frühen Morgen in einem andalusischen Bergdorf, fällt es mir schwer, die vielen Macken unseres Zuhauses als Herausforderung zu sehen. Ich will, daß alles einfach mal nur funktioniert!

Ohne Frühstück, ungeduscht und schlecht gelaunt, begebe ich mich auf Fehlersuche. Kein Strom von der Elektroverteilung. Also Pumpe vielleicht heil, Problem an irgendeiner Lötstelle auf einer Platine? Ich überlege eine eventuelle Lösung. Es geht nur nach dem „Try an Error“-Prinzip. Falls aber „Error“ gewinnt, sollten wir zumindest eine sanitäre Grundversorgung in der Nähe haben.

Also: Gibraltar wird verschoben, ein Campingplatz in Tarifa wird verfrühtes Ziel. Vorher Materialkauf  in einem Gewerbegebiet in Algeciras und damit ein erstes Mal: Besuch eines Baumarktes und eines Autoteilehändlers in Spanien.

Wunderschön und spektakulär ist heute unsere Fahrerei. Fliegende und nistende Störche in großer Zahl. Geier, die wenige Meter über uns kreisen. Afrika, zum Greifen nah. Leider keine Möglichkeit, anzuhalten und zu genießen oder zu fotografieren.

Camping „Torre de la Peña”, es ist sommerlich warm. Auf einer Terrasse am Berg stellen wir uns ab. Was für eine Aussicht! Ich bitte den besten Elektriker der Welt um Rat und mache mich an die Arbeit. Mit Erfolg! Puuuh…

Aderendhülsenquetschen mit Blick auf Afrika
Dto. mit Blick in den Keller.

Wieder ein Tag, der so ganz anders als gedacht verlief. Wir waren ungewollt und unverhofft fleißig (Susanne hat einen Berg Wäsche gewaschen) und freuen uns über einen sehr entspannten Abend am Strand mit seiner Bar.

Feierabend (im Hintergrund Marokko)

Schlafplatz: Campingplatz „Torre de la Peña”, ca. sieben Kilometer westlich von Tarifa. Stellplätze am Strand und am Berg. Es gibt viele schlechtere Orte auf der Welt.

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