Faro

Heute fährt uns die Bahn einige Kilometer weiter nach Westen als zwei Tage zuvor. Wir besuchen Faro, wollen alte Steine angucken. Und Knochen. Wovon es hier mehr gibt, weiß ich nicht…

Nein, es folgt keine Horrorgeschichte

Von steinernen Zeugnissen der Vergangenheit, die bis zu den Phöniziern zurückreicht, habe ich eine größere Zahl erwartet. Wahrscheinlich haben all die Raubzüge, Plünderungen und Erdbeben der Geschichte, viele der antiken oder maurischen Bauten nicht überleben lassen. So ist die Menge an sehenswerten Bauwerken, wie die ganze Stadt, überschaubar und gemütlich zu erkunden.

Arco da vila – das Tor zur Altstadt
Kathedrale mit Baustilen mehrerer Jahrhunderte

Einige Meter müssen wir uns von der Altstadt entfernen, um eine etwas schauerliche Sehenswürdigkeit zu besuchen. Die Capela dos Ossos (Knochenkapelle), Teil der Karmeliterkirche Nossa Senhora do Carmo, wurde aus den Schädeln und Knochen von über 1000 Mönchen erbaut.

Capela dos Ossos

Das Einkaufserlebnis ist nach Auskunft der mich begleitenden welterfahrenen Shopperinnen in Faro eher medioker. Da habe ich Vielfraß mehr Glück. Entlang des Hafens findet dieses Wochenende die „Feira do Queijo e do Vinho“, eine Käse- und Weinmesse statt. Wir könnten uns an Probierhäppchen satt essen, doch der Portugiese nimmt es bei einer solchen Veranstaltungen nicht so genau: die unerwähnte Wurst dominiert die Veranstaltung. Schweinebäckchen, gegrillte Chorizo und Blutwurst schmecken nur mir.

Portugiesischer Etikettenschwindel – aber lecker

Einen leckeren Käse finden wir zum Glück doch und nehmen ein großes Stück mit nach Haus. Und nach ein paar Weinproben füllen nun auch zwei Flaschen Rosado den Kühlschrank.

Zum Schluß: eine persönliche Empfehlung und viele gute Tripadvisor-Bewertungen machen noch lange keine gute Tapas-Bar. Unser teuerstes Essen in Portugal (45 Euro für drei Personen ist für deutsche Verhältnisse natürlich wenig) war ein Flop.

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